Versicherungsombudsmann

Ombudsmann für Versicherungen ist eine außergerichtliche Verbraucherschlichtungsstelle nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG). Er kann bei Meinungsverschiedenheiten mit den Versicherern eingeschaltet werden. 95 % der Versicherer in Deutschland haben sich dem Ombudsmann-Verfahren angeschlossen.

Bei diesem Verfahren kann der Verbraucher gegen eine Entscheidung des Versicherers beim Ombudsmann kostenlos (evtl. nur Portokosten) eine Beschwerde einlegen. Nach der Prüfung der Angelegenheit gibt es von dem Ombudsmann je nach Streitwert eine Entscheidung oder eine Empfehlung. Unter dem Streitwert von 10.000 € muss sich der Versicherer an die Entscheidung des Ombudsmannes halten. Beim Streitwert von über 10.000 € (bis 100.000 €) gibt er eine unverbindliche Empfehlung.

Der Ombudsmann für Versicherungen ist für Lebens-, Sach- und Haftpflichtversicherungen zuständig. Rechtsschutz-, Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung fallen in den Zuständigkeitsbereich damit genauso wie die Meinungsverschiedenheiten mit dem eigenen Kfz-Haftpflichtversicherer.

Der Ombudsmann ist unparteiisch und hält sich nur an Recht und Gesetz. Das Ombudsmann-Verfahren dauert i. d. R. weniger als drei Monate. Die Beschwerde kann per Fax, Brief, E-Mail oder über ein Online-Beschwerdeformular eingereicht werden.

Seit 2007 gehören auch bestimmte Streitigkeiten mit den Versicherungsvermittlern zu den Zuständigkeiten des Ombudsmanns für Versicherungen. Diese unterliegen jedoch einem gesonderten Verfahren. Für private Kranken- und Pflegeversicherung existiert eine eigene Ombudsmann-Stelle, deren Verfahren auch anders geregelt ist.