Konditionsdifferenzdeckung (Umbrella-Deckung)

Eine Versicherung sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen, mit der Differenzen geschlossen oder Ergänzungen des Versicherungsschutzes erreicht werden sollen.

Hat ein Versicherungsnehmer mit einem Versicherer einen Vertrag mit einer bestimmten Laufzeit und will er nach Ablauf des bestehenden Vertrages seinen Versicherungsschutz bei einem anderen Versicherer erweitern, so kann durch die Umbrella-Deckung des neuen Versicherers bereits zum jetzigen Zeitpunkt das neue Versicherungsschutzniveau vereinbart werden. Die bestehende Versicherung wird angerechnet. An den neuen Versicherer zahlt man bis zum Ablauf des alten Vertrages nur die Prämiendifferenz.

In einem Schadenfall hat der Versicherungsnehmer gegen den Konditionsdifferenzversicherer den Anspruch auf volle Entschädigung (im Gegensatz zu einer Exzedenten-Deckung, bei der der Versicherer ausschließlich die fehlende Differenz an Versicherungsschutz und Entschädigung anbietet), muss jedoch auch seine Ansprüche gegen den alten Versicherer geltend machen und die dort erlangten Leistungen an den Konditionsdifferenzversicherer abgeben.

Bei multinationalen Unternehmen können durch eine Umbrella-Deckung eventuell vorhandene Deckungslücken zwischen einer im Ausland geschlossenen Grunddeckung und den im Inland bestehenden höheren Standards (Pflichtversicherungen) geschlossen werden. Der Konditionsdifferenzversicherer versichert das Unternehmen zu den im Inland notwendigen Konditionen und Standards.

Durch eine Summendifferenzversicherung können auch die Differenzen in den Versicherungssummen geschlossen werden.