News

Care-Paket DSGVO für Versicherungsmakler (2. Auflage)

Handlungsempfehlung zur Umsetzung der DSGVO im Vermittlerbetrieb

 

Dipl.-Ing. (FH) Harald Müller-Delius, MBA Datenschutzbeauftragter (IHK)

Dipl.-Ing. (FH) Harald Müller-Delius, MBA
Datenschutzbeauftragter (IHK)

Mit der 1. Auflage das Care-Paketes sind nun 6 Monate vergangen, in denen die sich die DSGVO im Alltag bewähren musste. Seitdem hat sich im praktischen Einsatz und in der Anwendung so viel getan, dass ich mich entschlossen habe, die Aktualisierungen, Formularanpassungen und neuen Erkenntnisse in einer erweiterten Ausgabe des Care- Paketes DSGVO einfließen zu lassen.

Das Care-Paket DSGVO (2. Auflage) mit der ISBN-Nummer 978-3-9819974-0-8 kann unter diesem Link zum Preis von 69.- Euro zzgl. 4,90 Euro (jew. inkl. MwSt.) Versand bestellt werden.
Dauerberatungsmandanten der Kanzlei Michaelis haben Sonderkonditionen. Bitte fragen Sie nach.
Bezieher der 1. Auflage erhalten die 2. Auflage gegen Nachweis zum Vorzugspreis von 49.- Euro (inkl. MwSt.).
Der Bezug berechtigt zum Download der Formulare als Word-Dokument.

Rückblickend kann man feststellen, dass die – durchaus beobachtbare – Anfangshysterie einem sachlichen Umgang im Datenschutz gewichen ist. Visitenkarten dürfen ausgetauscht werden, Klingelschilder an Ort und Stelle bleiben und bisher musste kein Versicherungsmaklerbüro wegen Millionen-Bußgeldern auf Grund von Datenschutzverletzungen schließen. Das ist auch in nächster Zukunft nicht zu erwarten, zumal die Behörden nach wie vor mit Augenmaß dem umsetzungswilligen Makler begegnen werden.

Deswegen ist allerdings keine Entwarnung angesagt: es bleibt verboten, automatisiert personenbezogene Daten zu verarbeiten – außer es wird durch Gesetz oder Einwilligung geregelt.
Und hierfür trägt im Rahmen der Compliance die Geschäftsleitung oder das Management als verantwortlichen Stelle die gesetzliche Umsetzungspflicht und – vor allem – die Beweislast.

Den Beweis einer konformen DSGVO-Umsetzung erbringt man mit einer hinreichenden Dokumentation und legt diese auf Verlangen den Behörden vor.

Sind dann noch die Prozesse der Verarbeitungen personenbezogener Daten im Maklerbüro identifiziert, der Umgang mit Betroffenenrechte und Datenpannen geregelt, die Technik auf Stand gebracht und die Mitarbeiter eingewiesen, ist die Hauptarbeit gemacht.

Und damit Ihnen selbst auch diese Arbeit leichtfällt, ist dieses Care-Paket DSGVO entstanden. Nun in der überarbeiteten Fassung – noch aktueller, noch besser!

Viel Erfolg dabei!

Ihr
Harald Müller-Delius, Dipl.-Ing. (FH), MBA
Stephan Michaelis, LL.M.

 

 

Rezension zur 2. Auflage

Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski

Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski

„Das Care-Paket DSGVO ist ein ganz hervorragendes Produkt zur Stärkung des Verbraucherschutzes. Ich kann allen Versicherungsmaklern nur dringend empfehlen, sich dieses Werk anzusehen und umzusetzen. Versicherungsmakler werden mit einfachen Empfehlungen und selbsterklärenden Formularen Schritt-für- Schritt angeleitet, die komplexe Materie der DSGVO innerbetrieblich umzusetzen. Meiner Meinung nach ist das Care-Paket DSGVO das perfekte Mittel als Hilfe zur Selbsthilfe.“

Prof. Hans-Peter Schwintowski

 

Information zum Buch:

Das Care-Paket DSGVO (2. Auflage) mit der ISBN-Nummer 978-3-9819974-0-8 kann unter (Link https://hmdata.shop.epages.de/p/care-paket-dsgvo-fuer-versicherungsmakler-buch-2-auflage) zum Preis von 69.- Euro zzgl. 4,90 Euro (jew. inkl. MwSt.) Versand bestellt werden.

Dauerberatungsmandanten der Kanzlei Michaelis haben Sonderkonditionen. Bitte fragen Sie nach.

Bezieher der 1. Auflage erhalten die 2. Auflage gegen Nachweis zum Vorzugspreis von 49.- Euro (inkl. MwSt.).

Der Bezug berechtigt zum Download der Formulare als Word-Dokument.

Der Service von Rechtsanwältin Pagel in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Kathrin Pagel

Kathrin Pagel

BU-Antragstellung:

Gerade in der Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Beantragung von Leistungen besonders schwierig und häufig schon Rechtsberatung erforderlich. Eine Vielzahl von Informationen und Unterlagen sind zu prüfen, zu sortieren und geordnet beim Versicherer einzureichen. Der Versicherungsnehmer geriet hier schnell an seine Grenzen. Bereits in diesem frühen Stadium des Leistungsfalles beginnt die Weichenstellung für die gewünschte reibungslose und möglichst schnelle Abwicklung beim Versicherer. Eine Vielzahl von Leistungsfällen konnten von Rechtsanwältin Pagel erfolgreich begleitet werden.

 

Rücktritt/Anfechtung der Berufsunfähigkeitsversicherung

im Rahmen der Beantragung von Leistungen überprüfen Berufsunfähigkeitsversicherer auch, ob der Versicherungsnehmer möglicherweise vorvertraglichen Anzeigepflichten bei der Antragstellung verletzt hat. Ist der Versicherer der Ansicht, ein solcher Fall läge vor, erklärte den Rücktritt bzw. eine Anfechtung. Der Versicherungsnehmer wird von einer solchen Erklärung in der Regel überrascht, hat er doch eine Leistungszusage vom Berufsunfähigkeitsversicherer erwartet. Frau Rechtsanwältin Pagel unterstützt Versicherungsnehmer rechtlich auch in dieser Situation erfolgreich insbesondere auch bei der Erreichung des eigentlichen Ziels, der Leistungserbringung.

 

BU-Ablehnung

Eine Ablehnung von Berufsunfähigkeitsleistungen durch den Versicherer kann viele Ursachen haben. Neben der bereits erwähnten Rücktritts-bzw. Anfechtungserklärung stützen sich Ablehnungen beispielsweise auch auf das Nichterreichen eines mindestens 50%igen Berufsunfähigkeitsgrades. Bei der Analyse und Aufarbeitung solcher Fälle sowie der rechtlichen Durchsetzung berechtigter unterstützt Frau Rechtsanwältin Pagel eine Vielzahl von Versicherungsnehmern.

 

BU-Nachprüfung

Ist der Versicherungsfall in der Berufsunfähigkeitsversicherung einmal eingetreten und der Versicherer in die Leistung eingetreten, hat der Versicherer weiterhin grundsätzlich das Recht auf Nachprüfung, ob die Voraussetzungen der Berufsunfähigkeitsleistungen auch weiterhin gegeben sind. Bei der Prüfung, ob diese Nachprüfung ordnungsgemäß durchgeführt wurde und das Ergebnis der Nachprüfung – im Falle einer Ablehnung weiterer Leistungen – korrekt ist, unterstützt Rechtsanwältin Pagel die Versicherungsnehmer ebenfalls.

 

Versicherungsmakler in der Berufsunfähigkeitsversicherung:

Der Versicherungsmakler, der seinen Versicherungsnehmer in der Berufsunfähigkeitsversicherung unterstützt, begibt sich leicht in den Bereich der Rechtsberatung. In dem Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung begegnen dem Versicherungsmakler eine Vielzahl von Einzelfällen, die individuell rechtlich betrachtet werden müssen. Zur Vermeidung von Haftungsproblematiken für den Versicherungsmakler steht Rechtsanwältin Pagel rechtlich beratend zur Verfügung.

Erwiderung auf Stellungnahme des Maklerpools „Blaudirekt“ zu dessen YouTube-Beiträgen „AVV: Kanzlei Michaelis“ vom 22.10.2018 und „Schickt uns Eure Auftragsverarbeitungsverträge (AVV)“ vom 08.10.2018

In seinem YouTube-Videobeitrag vom 22.10.2018, greift der Geschäftsführer des Maklerpools blau direkt, Herr Pradetto, den Beitrag der Kanzlei Michaelis vom 19.06.2018 zur Fragestellung, ob Makler eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung („AVV“) mit Maklerpools abschließen müssen, an. Er verteidigt darin im Wesentlichen seine Rechtsansicht, dass Makler (zumindest mit seinem Pool) eine AVV nach Art. 28 DSGVO abschließen müssen, weshalb er auch vermehrt im blau direkt Blog zur Unterzeichnung der von blau direkt vorgelegten AVV eindringlich aufruft, zuletzt mit Blogeintrag vom 08.10.2018. Die Beiträge können Sie unter folgenden Links abrufen:

https://youtu.be/99ZBhVl0M-g

https://blog.blaudirekt.de/2018/10/schickt-uns-eure-auftragsverarbeitungsvertraege-avv/

Diese Darstellungen der momentan umstrittenen Frage nach der Notwendigkeit des Abschlusses einer AVV zwischen Makler und Maklerpool durch Herrn Pradetto, nehmen wir hiermit zum Anlass, um noch einmal die Thematik aus rechtlicher Sicht zu beleuchten und zu hinterfragen. Dabei sei eingangs klargestellt, dass auch dieser Beitrag sich nicht mit der konkreten Situation bei blau direkt auseinandersetzt und nicht als Empfehlung für die Nichtunterzeichnung der AVV von blau direkt verstanden werden will.

Wir wollen mit unseren Beiträgen zu dieser Rechtsfrage die Maklerschaft über die Rechtslage objektiv aufklären und ein Bewusstsein dafür schaffen, nicht unkritisch von Maklerpools vorgelegte Auftragsverarbeitungsverträge zu unterzeichnen. Wie bei so vielen Datenschutzthemen, haben wir festgestellt, dass die allermeisten Makler sich nicht ausreichend auf das Wirksamwerden der DSGVO im Mai 2018 vorbereitet hatten und zur Mitte des Jahres mit der auf sie einbrechenden Flut an datenschutzrechtlichen Fragestellungen schlichtweg überfordert waren. Diese Feststellung gilt im Übrigen nicht allein für die Versicherungsmakler, sondern trifft auf deutsche Unternehmer aller Branchen zu, einschließlich der Rechtsanwaltskollegen.

Herr Pradetto selbst sieht blau direkt als umfangreichen Dienstleister für Makler an. Es werden neben datenverarbeitenden Vorgängen, wie etwa zur Verfügung gestellte Vergleichsrechner oder dem Verwaltungssystem, umfassende „Pooldienstleistungen“ angeboten. Den Hauptgrund für sein Argument, dass Makler mit blau direkt eine AVV abschließen müssen, sieht er darin, dass blau direkt nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages in jedem Fall personenbezogene Daten der Maklerkunden erhält.

Darauf allein kommt es allerdings nicht an! Nicht jeder Dritte, an den der Makler personenbezogene Daten seiner Kunden weiterleitet, muss mit dem Makler eine AVV abschließen. Nur, wenn ein Fall einer Auftragsverarbeitung im Sinne des Art. 28 DSGVO vorliegt, dann wäre auch ein Auftragsverarbeitungsvertrag abzuschließen. Die Abgrenzung, wann eine Auftragsverarbeitung tatsächlich vorliegt, ist im Einzelfall aber schwierig.

I. Blau direkt drängt zum Abschluss einer AVV

In seinen YouTube-Beiträgen drängt Herr Pradetto zum Abschluss seiner AVV. Dabei droht er mit der Sperrung des Courtage-Kontos und wenn man dann immer noch nicht unterschrieben hat, dann – so sein Wortlaut: „Dann wird es richtig eklig“. Denn wenn dann die Makler immer noch nicht unterzeichnet hätten, würde er sich zu einer Selbstanzeige bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde gezwungen fühlen, in der er dann allen voran die Namen derjenigen Makler aufführt, welche die AVV von blau direkt bis dato nicht unterzeichnet haben. Diejenigen Makler sollten sich dann innerlich schon einmal auf einen Bußgeldbescheid von mindestens EUR 6.000,- einstellen.

Das ist ein enormer Druck der da von Seiten eines Pools auf die Einzelmakler ausgeübt wird. Dargestellt wird dieses Geschäftsgebaren mal wieder so, als wäre allein die DSGVO Schuld. Das ist aber mitnichten der Fall. Wir empfehlen daher dringend die detaillierte Auseinandersetzung mit diesem Thema und der zu Grunde liegenden datenschutzrechtlichen Streitfrage, die wir in diesem Beitrag als Ergänzung zu unseren Beitrag vom 19.06.2018 „Muss der Makler eine Auftragsdatenverarbeitung mit Maklerpools schließen?“ noch einmal näher beleuchten.

II. Darstellung unterschiedliche Rechtsmeinungen

Derzeit werden zu dieser konkreten Fragestellung von Maklerpools alle möglichen Rechtsmeinungen vertreten. Diese sind:

  1. Auftragsverarbeitung: Abschluss einer AVV nach Art. 28 DSGVO nötig
  2. Gemeinsame Verantwortlichkeit: Abschluss eines Joint-Controllership-Agreements nach Art. 26 DSGVO nötig
  3. Getrennte Verantwortlichkeit: Makler ist Verantwortlicher und Maklerpool ist daneben auch eigenständig Verantwortlicher
  • Der Maklerpool „Jung, DMS & Cie“ zum Beispiel, setzt auf die Rechtsgrundlage der Einwilligung. Dafür stellen Sie den Maklern eine Einwilligungserklärung zur Verfügung, die sie dann von ihren Kunden unterzeichnen lassen müssen. So wird datenschutzrechtlich abgesichert, dass dieser Pool mit Zustimmung der Betroffenen selbst deren personenbezogene Daten verarbeiten darf. Zusätzlich wird eine AVV mit den Maklern abgeschlossen, aber nur für die vom Pool erbrachten IT-Dienstleistungen und die Datenverwaltung, also allein der Tätigkeiten, die als Schwerpunkt die Datenverarbeitung haben.
  • Der Maklerpool „Apella“ setzt ausschließlich auf die Einwilligung. Apella ist der Auffassung, dass der Abschluss einer AVV im Zweifel für den Einzelmakler nachteilig ist. Als Glied in der Vermittlerkette sieht sich dieser Pool in der gemeinsamen Verantwortlichkeit mit dem Makler, die Daten der Kunden zu schützen und will sich nicht nur als „kleinen Dienstleister“ darstellen. Als Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung der Kundendaten beim Pool lassen sie sich Einwilligungserklärungen der Kunden vom angebundenen Makler vorlegen. Eine Aufspaltung ihrer Dienstleistungen in „IT-Dienstleistungen“, über die eine AVV abzuschließen wäre und „Nicht-IT-Dienstleistungen“ halten sie für falsch. Denn nur, weil man Softwaredienstleistungen anbietet, muss man diese nicht separieren und nur dafür eine AVV abschließen.
  • „Fondsnet“ vertritt die Ansicht, dass sie mit dem einzelnen Makler eine sogenannte Joint-Controllership-Vereinbarung abschließen müssen, um die gemeinsame Verantwortlichkeit (Art. 26 DSGVO) datenschutzrechtlich abzusichern. Sie wollen ebenfalls nicht, dass der Makler als alleiniger Verantwortlicher für die Datenverarbeitungsprozesse dasteht.
  • „Blau direkt“ sieht, wie im Blau direkt Blog detailliert dargestellt, einen Auftragsverarbeitungsvertrag als alleinige Rechtsgrundlage an.

Eine ganz gewagte vierte These unsererseits, die bisher von den Rechtsabteilungen der Maklerpools anscheinend noch nicht gesehen wurde, wäre es noch, die Datenweitergabe an den Pool auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. b) DSGVO, also „die Verarbeitung zur Erfüllung eines (Makler-) Vertrags“ zu stützen. Das würde bedeuten, dass der Makler und der Pool getrennte und damit eigenständige Verantwortliche sind und sich der Pool für die Legitimation seiner Datenverarbeitungen auf den Vertrag des Kunden mit dem Makler stützen könnte, theoretisch. Dann wäre nicht einmal eine Einwilligung erforderlich. Dies ist aber bitte nur als rechtsdogmatische Ergänzung zur hier diskutierten Streitfrage zu verstehen.

Die Kanzlei Michaelis setzt im Ergebnis auf die Rechtsgrundlage der Einwilligung des Kunden für die Datenweitergabe an Kooperationspartner, wie etwa Maklerpools. Der große Nachteil von Einwilligungen ist nur, dass diese jederzeit vom Betroffenen (Kunden) widerrufen werden können. Da die Datenweitergabe an Maklerpools essentiell wichtig ist, sind Widerrufe aber unwahrscheinlich, wenn der Makler seine Kunden transparent über die Datenweitergabe als Notwendigkeit zur Vertragsvermittlung und – betreuung informiert.

Eine Aufspaltung der erbrachten Tätigkeiten halten wir für zu gekünstelt. Unseres Erachtens ist entscheidend, dass der Makler den Pool (in den meisten Fällen) nicht im Schwerpunkt mit der Verarbeitung personenbezogener Daten beauftragt, sondern die Erbringung fachlicher Dienstleistungen anderer Art im Vordergrund der Beauftragung stehen. Im Einzelfall kann man also nur dann von einer Auftragsverarbeitung ausgehen, wenn der Schwerpunkt der Beauftragung tatsächlich in der Datenverarbeitung liegt, also den Kernbestandteil der erbrachten Dienstleistungen ausmacht.

III. Rechte und Pflichten aus AVV beachten

In jedem Fall sollten Sie als Makler Ihre Rechte und Pflichten aus den abgeschlossenen AVV (i.d.R. ca. 17 Seiten lang mit 2 Anlagen) kennen und auch leben. Wenn Sie also zu dem Schluss kommen, dass der Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrages für Sie sinnvoll ist bzw. Sie einfach nur keinen Streit mit Ihrem Maklerpool suchen, dann seien sich bitte unbedingt Ihrer daraus resultierenden Rechte und Pflichten bewusst. Ein „weiter so“, wie es nach dem alten BDSG üblich war, ist nicht ratsam. Diese Verträge müssen auch gelebt werden, um sich vor Bußgeldern und Schadensersatzklagen schützen zu können. Wir sagen schon jetzt voraus, dass es hinsichtlich der zu Hauf viel zu sorglos abgeschlossenen AVV dieses Jahr spätestens im kommenden Jahr noch ein böses Erwachen geben wird.

IV. Fazit:

Die Einschaltung anderer Parteien, also der Weitergabe von Kundendaten an Dritte, muss nicht immer ein Fall der Auftragsverarbeitung sein, auch wenn der Maklerpool der Dritte ist. Unserer Rechtsauffassung nach liegen hinsichtlich der meisten Maklerpools getrennte Verantwortlichkeiten vor, was logischerweise die Konsequenz hat, dass kein Auftragsverarbeitungsverhältnis zum Pool besteht. Der Maklerpool ist aufgrund seiner umfangreichen Tätigkeiten genauso eigenständig Verantwortlicher, wie der Makler selbst. Der reine Verweis auf das Vorliegen eines Auftragsverarbeitungsverhältnisses, nur, weil Kundendaten vom Pool verarbeitet werden, reicht hingegen unseres Erachtens aber nicht aus.

Unser Rat an die Makler ist daher: Holen Sie sich unbedingt Einwilligungen Ihrer Kunden in die Datenweitergabe an Maklerpools ein.

Für alle Kunden von „blau direkt“ stellt sich rein praktisch gesehen eigentlich nur die Frage, ob Sie noch weiterhin Kunden dieses Maklerpools bleiben wollen oder nicht. Der Nichtabschluss der AVV von blau direkt hätte die von Herrn Pradetto angedrohten ernsthaften Konsequenzen. Das gilt es zu vermeiden. Etwas Verbindliches, dass die Rechtsposition von blau direkt als 100% unrichtig darstellen würde, gibt es bislang nicht. Wie aufgezeigt, ist der datenschutzrechtliche Blumenstrauß an Argumenten breit gefächert.

Diese Fragestellung kann im Übrigen von jedem Makler der für ihn zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde vorgelegt werden. Die Behörden sind schließlich in erster Linie zur Unterstützung der Unternehmer da und nicht zur Angstmache.

In diesem Zusammenhang vielleicht noch die Information, dass es seit Einführung der DSGVO unseres Wissens nach in Deutschland noch kein einziges Bußgeld gegeben hat, auch wenn die Datenschutzaufsichtsbehörden mit Datenschutzverstößen geradezu überschüttet worden sind.

14.02.2019: Einladung zur Fachtagung für Versicherungsmakler

Mehr Ertrag für Sie und Ihre Erben!

Fachtagung für Versicherungsmakler

am Donnerstag, den 14.02.2019 um 13:00 Uhr

in der

Bucerius Law School, Großer Hörsaal, Jungiusstr. 6, 20355 Hamburg

Zur Themenübersicht und dem genauen Zeitplan

 

Verbindliche Anmeldung zur Veranstaltung

Fachtagung für Versicherungsmakler
am Donnerstag, den 14.02.2019 um 13:00 Uhr

* Erforderliches Feld

Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung

Allgemeine Hinweise sowie Informationen 2018

Kanzlei Michaelis Rechtsanwälte, Hamburg


A. Vorwort

Die Verbreitung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen nimmt in der Bundesrepublik stetig zu.1 Hieran lässt sich erkennen, dass die rechtliche Vorsorge für den Ernstfall rasant an gesellschaftlicher Bedeutung gewinnt. Hierauf hat auch die Politik reagiert; dies äußert sich beispielsweise in dem gesetzlichen Vorrang der Vorsorgevollmacht gegenüber einer gerichtlich angeordneten Betreuung (vgl. § 1896 Abs. 2 S. 2 BGB) oder dem neuen Notvertretungsrecht für Ehegatten2. Dieser Entwicklung möchten wir uns selbstverständlich auch als Kanzlei nicht verschließen. Wir verstehen, dass es unseren Mandanten – gerade an der Schnittstelle zwischen Beruflichem und Privatem – ein Anliegen ist, für etwaige Schicksalsschläge gewappnet zu sein. Dementsprechend ist es uns eine Freude, Ihnen auch bei der Errichtung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen beratend zur Seite zu stehen. […..]

Den ganzen Artikel lesen

Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb

Verordnung des Bundesministeriums für Wirtschaft und EnergieA

Problem und Ziel

Mit Artikel 1 des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb und zur Änderung weiterer Gesetze vom 20. Juli 2017 (BGBl. I S. 2789) wurde § 34d der Gewerbeordnung (Versicherungsvermittler, Versicherungsberater) neu gefasst. Einzelheiten über das Erlaubnisverfahren und die Pflichten der Gewerbetreibenden sind durch Rechtsverordnung auf der Grundlage des ebenfalls neu gefassten § 34e der Gewerbeordnung zu regeln.

B. Lösung

Mit der Verordnung über Versicherungsvermittlung und –beratung (Artikel 1) wird von der Verordnungsermächtigung in § 34e der Gewerbeordnung Gebrauch gemacht. Das Erlaubnisverfahren einschließlich der Berufshaftpflichtversicherung und das Registrierungsverfahren werden näher ausgestaltet. Zudem werden die Pflichten der Gewerbetreibenden, insbesondere die Pflicht zu einer regelmäßigen Weiterbildung, ausgestaltet. In der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (Artikel 2) und der Immobiliardarlehensvermittlungsverordnung (Artikel 3) werden notwendige Folgeänderungen vorgenommen.

weiterlesen

Bewerberdatenschutz

Auf unserer Webseite bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich mittels eines Kontaktformulars direkt Online auf unsere Stellenausschreibungen zu bewerben. Im Folgenden informieren wir Sie darüber, welche personenbezogenen Daten wir dabei von Ihnen als Bewerber verarbeiten und erläutert den Umgang mit Ihren persönlichen Daten im Laufe des Bewerbungsverfahrens.

a) Welchen Zweck hat die Erhebung personenbezogener Daten?

Für die Onlinebewerbung benötigen wir Ihre persönlichen Daten zur Bearbeitung Ihrer Bewerbung. Die Daten, die Sie uns im Zuge Ihrer Bewerbung übermitteln, werden nur für den Zweck der Bewerberauswahl verwendet und verarbeitet. Zur Bearbeitung Ihrer Bewerbung verwenden wir nur die Informationen, die Sie uns direkt übermittelt haben. Hierzu können auch Informationen gehören, die Sie in Online-Karriere-Netzwerken oder anderen Job-Portalen angegeben haben.

Darüber hinaus ist es unser Ziel, den Bewerbungsprozess für Sie so einfach wie möglich zu machen. Wir berücksichtigen Ihre Bewerbung auch gerne für weitere Positionen bei uns im Haus. In diesem Fall würden wir Sie kontaktieren und Sie einladen, sich auf eine andere Position zu bewerben, wenn Ihr Profil passt. Sie entscheiden dann, ob Sie sich bewerben möchten. Dasselbe gilt für Initiativbewerbungen, die Sie uns übermitteln.

b) Welche personenbezogenen Daten erfassen wir?

Wir erfassen Ihre persönlichen Daten, die für das Bewerbungsverfahren relevant sind oder die Sie uns im Zuge des Bewerbungsverfahrens übermitteln (darunter zum Beispiel Nachname, Vorname, Anschrift, E-Mail, die Position, auf die Sie sich bewerben, und Angaben zu Ihrer persönlichen Bewerbung). Um Ihre Bewerbung sorgfältig zu beurteilen, benötigen wir eventuell auch zusätzliche Angaben, z.B. zu Ihrem bisherigen beruflichen Werdegang.
Bei der Online-Bewerbung tragen Sie Ihre persönlichen Daten in die Online-Formulare ein und laden die zugehörigen Unterlagen hoch. Bei Bewerbungen über andere Kanäle erfassen wir die relevanten Informationen aus Ihrer Bewerbung und speichern Ihre Bewerbungsunterlagen in unserem System.

c) Auf welcher Rechtsgrundlage und wie erheben wir Ihre persönlichen Daten im Rahmen einer Bewerbung?

Wir erheben Ihre persönlichen Daten zum Zweck der Durchführung des Bewerbungsverfahrens auf der Rechtsgrundlage des Art. 6 Abs. 1 b), Art. 88 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) i.V.m. § 26 Abs. 1 Satz 1, 1. Alt. Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).Bei einer Onlinebewerbung auf eine konkrete Stelle oder einer Initiativbewerbung geben Sie Ihre Daten selbständig in das entsprechende Onlineformular ein. Aus Sicherheitsgründen schicken wir Ihnen nach Ihrer Onlineanmeldung eine Bestätigungsnachricht. Bei einer Email-Bewerbung erfassen wir alle relevanten Daten in unserem Rekrutierungssystem und laden Ihre Dokumente inkl. Ihrer Email hoch. Ihre Email wird im Anschluss aus unserem Postfach gelöscht.


d) Wer wird über Ihre Bewerbung informiert?

Ihre persönlichen Daten werden streng vertraulich behandelt und nur den zuständigen am Bewerbungsverfahren beteiligten Personen zur Verfügung gestellt. Falls Sie für eine Beschäftigung in Betracht kommen, ist die nachfolgende Verwendung bzw. Weitergabe Ihrer persönlichen Daten auf rein beschäftigungsbezogene Zwecke und auf die Personengruppe beschränkt, die im Rahmen der Einstellung Kenntnis darüber erlangen muss.


e) Welche Daten erheben wir im Rahmen Ihrer Bewerbung?
Wir verpflichten uns im Rahmen Ihrer Bewerbung nur diejenigen Daten zu verwenden, die unmittelbar und persönlich von Ihnen stammen. Hierzu können auch solche Daten gehören, die Sie zum Zwecke der beruflichen Darstellung (z.B. in sozialen Netzwerken) online zur Verfügung stellen. Eine darüber hinaus gehende Recherche zu Ihrer Person, z.B. mittels Online-Suchmaschinen, nehmen wir nicht vor. Die Angabe Ihres Alters bzw. die Eingabe Ihres Geburtsdatums ist dadurch begründet, dass für einige unserer Tätigkeiten gesetzlich ein Mindestalter vorgesehen ist.


f) Wie werden Ihre persönlichen Daten übermittelt?

Die Internet-Server unseres Providers erfüllen aktuelle Sicherheitsstandards. Wir versuchen damit Ihre persönlichen Daten gegen Verlust, Missbrauch, unbefugten Zugriff, Bekanntwerden, Änderung und Löschung zu schützen. Die Übermittlung Ihrer persönlichen Daten an die Server erfolgt nach den Sicherheitsstandards der TLS-Methode.


g) Wann werden Ihre personenbezogenen Daten gelöscht?
Im Rahmen einer Onlinebewerbung auf eine konkrete Stelle können Sie jederzeit Ihre Daten sowie die beigefügten Anhänge (wie z.B. Ihren Lebenslauf) selbst löschen. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, uns um die Löschung Ihrer Daten zu bitten. Wenn Sie die sofortige Löschung Ihres Bewerberprofils wünschen, wenden Sie sich bitte an die in der Datenschutzerklärung angegebene Kontaktadresse.

Unsere Regellöschfrist für eine Bewerbung beträgt nach Abschluss des Bewerberverfahrens (Absage bzw. Einstellung erfolgt) oder nach Abschluss der Recruiting-Veranstaltung vier Monate.

Care-Paket DSGVO: Datenschutz für Versicherungsmakler

Am 25.5. läuft die letzte Frist zur Umsetzung der DSGVO in allen Gewerbebetrieben im Raum der EU ab. Versicherungsmakler sind – durch Verarbeitung besonderer personenbezogener Daten – auch in besonderem Maße aufgefordert und betroffen, die Richtlinien des Datenschutzes ernst zu nehmen. Wie im Betrieb auf einen datenschutzkonformen Ablauf hingewirkt werden kann, erklärt Datenschutzexperte Dipl.-Ing. (FH) Harald Müller-Delius, MBA, Datenschutzbeauftragter der Kanzlei Michaelis im Video

 

Kopiervorlage Personalausweis

Damit Sie keinen rechtlichen Ärger bekommen können, empfehlen wir Ihnen beim Kopieren eines Ausweises einige Daten von dem Personalausweis „auszublenden“.

Hierfür können Sie sich eine eigene Kopiervorlage bauen. Unsere kleine Bastelanleitung finden Sie hier. Einfach ausdrucken und ausschneiden. Fertig!

Wenn Sie Interesse an der Kopiervorlage haben, dann übersenden Sie uns bitte Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse und Sie werden automatisch zum kostenlosen Download weitergeleitet.

Ihre Fragen und Anmerkungen sind jederzeit willkommen.

* Eingabe erforderlich